Die Möglichkeiten einer künstlichen Insel auf
der Donau:
Künstlich
geschaffene Inseln erfordern autonome Strukturen. In diesen Strukturen
verbergen enstehen Freiräume, die nicht nur als Bewegungs- sondern
auch als Denkräume genützt werden können. Also physische
Räume die man durchaus betreten kann, aber auch geistige
Freiräume, die den Sinn der Unternehmung bilden können. Diese
Räume erreicht man durch verantwortungsvolles umgehen
gegenüber der Natur. Es Bedarf genauer Planung um Natur und
Technologie zu einer entwicklungsfähigen Plattform
zusammenzuführen, auf der neben den physischen auch die geistigen
Räume fruchten. Eine Insel ist nur über einen bestimmten
Punkt (dem Anker am Grund) mit dem Rest der Welt verbunden ist. Das
Wasser ist das Isolationsmaterial. Die Koppelung der Insel ueber
elektromagnetische Felder (Funk) mit dem Rest der Welt
dient nur als Interface und Kommunikationsmedium, und ist daher keine
Grundbedingung. Unter diesern Voraussetzungen kann diese
"künstliche Insel" als Habitat(Biossphaehre) betrachtet werden,
die Projekte der Zukunft erzeugt. Der Diskurs von den biologischem zu
den technologischen Biotopen, von den haptischen zu den virtuellen
Räumen wird ueber die Betreiber von KUNSTLABOR hergestellt.
KunstLABOR bedeutet: Kunst ist kein fertiges Produkt; Die Ideenfindung,
das Unfertige, der Enstehungsprozess ist der wichtigsten Teile des
Werkes.
Zu Ideenfindung in der Zeitalter der des Internets:
Autonome
Positionen kann nur ueber freie Technologie in Zusammenhang mit
soziokulturellen Problemstellungen erreicht werden. Autonome Positionen
wurden in der Kunst immer wieder gefordert, und werden in diesem
Inselprojekt zur Grundbedingung. Durch
das
zunehmend global automatisierte
Informationsangebot, und die Vereinheitlichung der Technologien
(Internet) sind die Voraussetzungen fuer eine solche Position nicht
mehr unmittelbar gegeben. Für intellektuell denkende und
arbeitende Personen ist ein alternativer Blickwinkel nicht mehr so
einfach möglich und eine Meinungsbildung deshalb gefährdet.
Durch die Isolierung der Insel, ergeben sich automatisch neue
Denkpositionen. Eine Distanzierung von neuen Medientechnologien
bedeutet also nicht automatisch eine Degression, sondern führt
auch durchaus zu neue Perspektiven und Positionen. Künstlich
geschaffene Barrieren, in der Funktion einer Firewall, schützen
also das kreative Potential von Intellekt, Kunst und
Technologie.
Alternative
Insellösungen bieten schon länger die Netzkulturen von
Opensource und
Free Software. Diese
haben ihre Barriere über ein neues Verständniss von Copyright
und geistiges Eigentum entwickelt. In der Welt der Software
funktioniert
dieser alternative Standpunkt auch sehr gut. KUNSTLABOR sieht die
Entwickler von Opensource u.
Free Software (kurz auch "Hacker" genannt, im Sinn von: in
die Tasten hacken) als eine der letzten glaubwürdigen,
intellektuellen Positionen in unserem soziokulturellem Umfeld. Inweit
aber über Software unser gesamtes Umfeld definiert
werden kann, bleibt dahingestellt.
Dieses Projekt "autonome
Einheit" soll Positionen schaffen um intellektuelles Denken weiter zu
ermöglichen. Alle technologischen und kreativen Positionen
stehen "a priori" nur in der Abhängigkeit zur Natur.